Exklusivinterview mit Steffi Halm:

Nach ihrem Highspeed Crash beim 3. Lauf zur MINI Challenge 2008 in Oschersleben sprach bigblogg am Samstagabend mit Steffi Halm.

Steffi Halm
Steffie Halm am Sonntagmorgen im Ersatzfahrzeug


bigblogg: Steffi, erste Frage natürlich: Wie geht es Dir?
Steffi Halm: Ich wurde nach dem Einschlag mit dem Krankenwagen ins Medical Center gebracht und durchgecheckt und man diagnostizierte die typischen Symptome nach einem solchen Einschlag. Verspannung des Nackens, Prellungen im Rippenbereich. In der Zwischenzeit spüre ich auch, was die Ärzte festgestellt haben. Leichtes Kopfweh und speziell meine rechte Körperhälfte schmerzt immer mehr. Wirklich unangenehm ist jedoch nur eine leichte Hautquetschung im Schritt, verursacht durch den Sechspunktgurt. Das behindert wirklich beim Gehen. Ansonsten geht es mir aber gut, auch Dank einer ausgiebigen Massage beim Physiotherapeuten, von der ich gerade komme. Leichtes Kopfweh und speziell meine rechte Körperhälfte schmerzt immer mehr.

bigblogg: Lass uns doch mal aufschlüsseln, wie es zu dem Abflug in Runde 5 kam. Du bist beim Start hinter Thomas Neumann zurückgefallen. Warum?
Steffi Halm: Die Reaktionszeit beim Start war hervorragend, aber ich blieb einen Augenblick zu lange im 1. Gang und hatte somit zuviel Wheelspin. So konnte sich Thomas bereits in der ersten Linkskurve neben mich setzen und war somit in der anschließenden Rechts (Hotelkurve) auf der besseren Linie. Ich ließ ihm dann den Raum und fiel somit auf Platz 3 zurück.

bigblogg: In den folgenden Runden hatte Thomas Neumann aber keine große Freude an dem Platzgewinn, denn statt deinem führenden Teamkollegen Daniel Haglöf näher zu kommen, konntest Du wieder aufschließen. War das der Auslöser für den Unfall?
Steffi Halm: Ja! Bereits in Runde 3 merkte ich, dass Thomas nicht die Zeiten von Daniel gehen konnte und seine Reifen bereits abbauten. In Runde 5 kam ich dann hervorragend durch die McDonalds Schikane und konnte mich dann in Turn 6 innen neben ihn setzen. Auf der anschließenden Geraden waren wir auf gleicher Höhe und er begann immer weiter nach rechts rüber zu ziehen. Vor dem Bremspunkt zur Shell Kurve gab er mir einen kleinen Schubser, der leider schlimme Folgen hatte.

bigblogg: Das konnten wir am Bildschirm verfolgen. Der Unfall hatte Ähnlichkeiten mit dem Abflug von Timo Glock beim Formel 1 Saisonauftakt in Australien.
Steffi Halm: Richtig, denn nachdem ich auf die Wiese abgedrängt wurde, war das Auto zwar unruhig aber kontrollierbar. Erst als ich über den Rettungsweg rutschte, wurde mein MINI ausgehebelt, ich verlor die Kontrolle und schlug frontal in die Mauer ein. Ich mag nicht darüber nachdenken, wie es mir ohne HANS (Head and Neck Support) System bei dem Einschlag ergangen wäre.

bigblogg: Nachdem Dir es den Umständen entsprechend gut geht, was macht das Auto?
Steffi Halm: Totalschaden!

bigblogg: Das ist bitter. Was planen Du und das Team GIGAMOT für den 2. Lauf am Sonntag?
Steffi Halm: Wir haben uns die Erlaubnis von allen Teamchefs der MINI Challenge geholt, ein neues Einsatzfahrzeug für mich einzusetzen. Aktuell wird dieser MINI von Mannheim auf einem Hänger nach Oschersleben gebracht.

bigblogg: Dann sehen wir Dich also morgen am Start?
Steffi Halm: Aber klar doch. Nachdem ja auch noch andere Fahrzeuge vor mir ausgeschieden sind oder nicht an den Start gingen, starte ich von Startplatz 29 aus.

bigblogg: Was ist das Ziel für den 4. Lauf?
Steffi Halm: Natürlich soviel Plätze nach vorne kommen, wie möglich und Punkte sammeln, denn ich habe ein klares Saisonziel: Den Gewinn der MINI Challenge 2008. Da tut der Nuller aus Lauf 3 natürlich weh, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass die anderen Favoriten ganz ohne Probleme durch die Saison kommen. Es stehen immerhin noch 14 Läufe an.

bigblogg bedankt sich artig für das Gespräch und wünscht für das morgige Rennen viel Erfolg.

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