MINI Challenge beim ADAC GT Masters: Rennen 1

Man war das ein hartes Rennen! Selten hat die bigblogg Redaktion soviel zu reparierende MINIs im Fahrerlager gesehen. Doch lest selbst nach dem Klick. Wer das bewegte Bild bevorzugt etwas aus der Rubrik… nein, nicht Fine Racing sondern mehr “aufopferungsvoller Kampf mit stumpfen Waffen”, denn Fahrer Daniel Haglöf hatte 50kg Platzierungsgewicht und ein defektes Wastegate an Bord. Leider half aller Kampf nichts: Platz 20. Trotzdem sehenswert.


Pech gehabt: Von 5 auf 3 nach 20

Im Rahmen des ADAC GT Masters startet die MINI Challenge zu Rennwochenende Nummer drei und gastiert somit zum zweiten Mal in dieser Saison auf dem Hockenheimring. Das Qualifying am Freitag mit 13 Piloten innerhalb einer Sekunde ließ für den Lauf am Samstag ein spannedes Rennen erwarten. Genauso kam es auch, aber leider verbunden mit vielen enttäuschten Gesichtern, Schrott und technischen Defekten.

Das Unheil nahm seinen Lauf direkt nach einem verhaltenen Start von Polesetter Hary Proczyk. Hendrik Vieth presste sich von Startplatz zwei startend direkt neben den Österreicher und zwang diesen in einen wilden Drift. Proczyk ordnete sich nach dieser Aktion wieder als Achter ins Feld ein und somit kurz vor dem mit Motorschaden immer langsamer werdenden Thomas Jäger (Startplatz 3).

Dieser technische Defekt des Münchners löste eine verhängnisvolle Kettenreaktion aus. Steffi Halm wurde beim Versuch, Jäger auszuweichen von Marcel Leipert getroffen und drehte sich und wurde anschließend von den dicht folgenden Team Spicy Piloten Dominik Ruff und Jürgen Schmarl hart getroffen. Die Folge: Das Safety Car mußte die um 4 Autos geschrumpfte Meute einsammeln, damit die Marshalls die Strecke reinigen konnten.

Die positive Nachricht: Alle Piloten blieben unverletzt. Nach dem Restart in Runde 5 kämpfte speziell die Top Ten hart um die Platzierungen und elimenierten sich in den folgenden neun Runden peu à peu. Gewinner dieser Duelle war dabei eindeutig Hary Proczyk vom Team Schirra Motoring, der sich wieder bis auf den zweiten Rang vorkämpfen konnte. “Ich bin relativ zufrieden, denn nach der unnötigen Berührung beim Start hatte ich mit dieser Platzierung nicht mehr gerechnet.”

Der bis zur letzte Kurve bedrängte Sieger Hendrik Vieth vom Team Gigamot musste sich aus diesem Grund im Parc Fermé auch einige Österreichische Kraftausdrücke für seine Aktion anhören, die aber im Siegestaumel untergingen. An dritter Position freute sich Stefan Landman und gab zu Protokoll: “Heute wurde brutal hart gefahren. Eigentlich schon eine Spur zu hart. Ich bin froh, ohne größere Blessuren mit meinem MINI durchgekommen zu sein.”

Der Meisterschaftsführende Daniel Haglöf hatte nicht so viel Glück. Mit nachlassender Motorleistung wurde er von Platz 5 startend bis auf Platz 20 von 21 gewerteten durchgereicht und hofft auf Lauf zwei am Sonntag. “Das wird für meine Mechaniker eine kurze Nacht.”

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