dombo am Dienstag 7.7.

WELCOME TO NÜRODISNEYLAND!

wird es am Donnerstag in und um Nürburg heissen. Das von langer Hand geplante Megaprojekt wird zum Auftakt des Formel 1 Wochenendes eröffnet.

Doch was sagt der geneigte Eifelaner dazu? Nicht nur, weil heute über die etablierten Medien kam, wie schmutzig die Geschichte finanziert gewesen sein soll. Nicht nur, weil die Bauarbeiter regelmäßig an den VLN-Samstagen geschuftet haben, um die Betonklötze hoch zu ziehen. Nicht nur, weil im Winter bei Minustemperaturen die Schalwände über Nacht mit Halogenflutern aufgeheizt wurden, damit am Morgen der Beton nicht einfriert, wenn er gegossen wird.

Nein, auch weil ich seit dem Genuss des Selbstdarstellungsfilms der N’Ring GmbH über die Ausgeburt der Gigantomanie völlig desillusioniert bin, finde ich das eigentlich keine berichtenswerte Neuigkeit.

In besagtem Image-Film (leider zu lang für Youtube, ich versuche den zu schneiden…) gewinnt man den Eindruck, die Ferienhaussiedlung Marke “Ugly US Suburb” reiche bis runter nach Welcherath. Von der Abscheulichkeit riesiger gleichförmiger Trabantensiedlungen gar nicht erst zu sprechen. Die beiden Hotels sind ja soweit verständlich. Es ist unbestritten ein Problem, an Motorsportwochenenden ein Bett in der Nähe des Rings zu finden, wenn man nicht gerade eine langjährige Partnerschaft mit einem Pensionsbetreiber pflegt… Dass aber sämtliche Übernachtungsmöglichkeiten im offiziellen Event- und Entertainmentpark teurer sein müssen als die durchschnittlichen Pensionspreise rundum, finde ich krass. Offensichtlich haben die Eifelaner hier mal richtig Alarm gemacht und ihren Kopf durchgesetzt.

Besonders lächerlich finde ich übrigens die Werbeflyer der N’Ring GmbH zum oleole-Freizeitpark auf der anderen Straßenseite. Hier werden allen Ernstes seit spätestens Ostern ungebaute Etablissements als “der In-Treff am Ring” bezeichnet oder es lassen sich “immer gutgelaunte Menschen im Biergarten treffen”. Dem Biergarten, der zur Entwurfszeit des Flyers noch der Hubschrauberlandeplatz am Ring war. Ganz davon abgesehen, dass das Eifelwetter traditionell beschissen ist und bei Regen sicherlich kein “gutgelaunter Mensch im Biergarten” sitzt. Typisches Marketing blabla, da geht mir das Messer im Sack auf. Ohne Scheiss.

Naja, ich steigere mich gerade ein wenig rein… Jetzt hat heute König Kurt von Mainz erstmal seinen Finanzjongleur entlassen und verschiebt abermillionen Steuereuros, damit er sich am Wochenende als der große Max präsentieren kann. Scheint einen ganz schön kurzen zu haben, wenn er fast 300 Mios in die Hand nimmt, nur um seine Potenz zu demonstrieren… Aber ich bin bösartig. Ich glaube, ich halte besser meinen Mund äh Finger und fahr mich runter. Mich regt das gerade ein wenig auf…

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