MINI Challenge bei der Formel 1: Rennen 1

Das Problem der meisten Rahmenrennen ist: Sie finden immer zu aberwitzigen Zeiten statt. Im Rahmen der Formel 1 ist die MINI Challenge genau eine solche Rennserie, die maximal einen – sagen wir mal – “C-Promi-Status” besitzt. Also auch in der Reihenfolge der Rahmenrennen am Ende der Fresskette steht. Dieses Ende bedeutet für den Zeitplan genau das Gegenteil: Während der gemeine Racefan noch schläft oder sich im Stau zum Fahrerlager quält, dreht die MINI CHallenge schon ihre Rennrunden. Vor leeren Tribünen. So auch beim siebten Lauf zur Meisterschaft. Start: 09:30h

Und ganz ehrlich: So richtig wach schien auch ein Großteil der Piloten noch nicht zu sein, denn nur die ersten vier kämpften so richtig beherzt um Platzierung, Preisgeld, Pokale und Punkte. Zur Freude vieler querte ein neues Gesicht dabei als Sieger den Zielstrich: Marcel Leipert vom Team Caisley International.

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Marcel Leipert (Mitte) freut sich mit seinen Mechanikern über den ersten Saisonsieg

Auf den Podiumsplätzen folgten als zweiter Daniel Haglöf und dritter Stefan Landmann. Doch leider folgte zwei Stunden nach Rennende eine bittere Meldung für das Team Caisley:

Einmal mehr entscheidet sich ein Rennen der MINI Challenge am grünen Tisch: Marcel Leipert, auf der Strecke noch Sieger des ersten Laufs am Formel 1-Wochenende bekommt eine Zeitstrafe von 30 Sekunden.

Nach Ansicht der Kommissare fand das Überholmanöver von Leipert gegen Haglöf unter gelber Flagge statt. Direkt nach dem Ende des Rennens hatte Marcel Leipert den Vorgang noch so geschildert: “Ich wusste ja genau, dass da gelb ist, aber ich konnte mir auch ausrechnen, dass Daniel mir hier eine Falle stellen wollte. Deshalb habe ich mich neben ihn gesetzt, als er die Tür offen hatte und ihn dann mit der besseren Linie überholt.”

Nach eingehender Prüfung entschieden die Offiziellen dann aber, dass Leipert bereits mit dem Ausscheren den Überholvorgang begonnen hatte und bestraften ihn.

Die Stimmen im Fahrerlager dazu sind entsprechend geteilt. Während die meisten, die durch Marcel Leiperts Zurückversetzung Plätze gewonnen haben, die Strafe als gerechtfertigt sehen, sind auch durchaus kritische Töne zu vernehmen.

Vor allem nach den überwiegend wirklich schwer nachvollziehbaren Bestrafungen in den vorangegangenen Läufen steht die Rennleitung teils schwer in der Kritik.

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