Genf 2011: Im Zeichen von Rocketman und JCW S2000 – Teil 1

Es scheint fast, also ob auf dem diesjährigen Genfer Autosalon der lang ersehnte Cooper SD und der schnieke Clubman Hampton etwas untergehen würden. Doch das ist durchaus verständlich, denn mit MINI Rocketman Concept und MINI John Cooper Works S2000 hat das Unternehmen zum 10 jährigen Jubiläum des Markenrelaunches zwei beeindruckende Blickfänger auf dem aus allen Nähten platzenden Messestand stehen. Grund genug für bigblogg diese zwei konträren Sehenswürdigkeiten der MINI Familie aus der Ferne im Detail zu betrachten. Teil 1 nimmt dabei den Rallye MINI unter die Lupe…

Genf 2011. Der Rallye MINI hat einen sperrigen Namen und ein properes Äußeres erhalten: MINI John Cooper Works S2000 heißt er jetzt und dahinter steckt Marketing, denn Motorsportfahrzeuge müssen einfach unter dem sportlichsten Label für Straßenfahrzeuge antreten, also unter dem ausgeschriebenen Kürzel JCW. Zum anderen steckt hinter dem Namen das aktuell gültige Rallye Reglement der FIA. Und das ist etwas vertrackt. S2000 stand nämlich bis Ende 2010 für Tourenwagen und Rallye-Fahrzeuge mit maximal 2.0 Liter großen Benzin-Saugmotoren. Seit Anfang 2011 können nach diesem Reglement jedoch nur noch 1,6 Liter Turbomotoren homoligiert werden und genau solch einen Motor steckt im Bug  des Rallye MINI.

Sperriger Name, properes Äußeres: Der MINI John Cooper Works S2000

MINI John Cooper Works S2000

Nach dieser Spezifikation von Prodrive entwickelt kann der MINI in diesem Jahr somit in der Intercontinental Rally Challenge (IRC) und in der Super 2000 World Rally Championship (SWRC) antreten. In der SWRC macht das jedoch wenig Sinn, da hier bis Ende des Jahres nur die altbekannten Saugmotoren Meisterschaftspunkte sammeln können. Warum also bietet MINI dann den John Cooper Works S2000 an? Weil nur ein homologiertes S2000 Fahrzeug Basis für ein echtes World Rally Championship (WRC) Monster sein darf und damit aus einem S2000er ein echter WRCler werden kann, gibt es das “WRC-Aufrüstkit”. Dieses beinhaltet etwas mehr Freizügkeit im Reglement, einen größeren Air-Restriktor (34mm), sowie üppige Front- und Heckspoiler.

Der MINI John Cooper Works S2000 ist Basis für die WRC Variante

MINI John Cooper Works S2000

WRC und S2000 gemein sind dann jedoch immer noch folgende Punkte: Benzindirekteinspritzung, max. 8.500 U/min, kein ABS, kein ESP, Allradantrieb, aber kein Mitteldifferential und ein sequentielles Getriebe ohne Schaltwippen, sondern mit mechanischem Gangwechsel mittels Schaltknüppel. Macht in Summe rund 300PS und mindestens 1.200 kg Lebendgewicht.

Die Einsatztermine des MINI WRC wurden in Genf bekannt gegeben

MINI John Cooper Works S2000

Was ist also das Fazit der Präsentation in Genf? Das aktuelle Rallye Reglement ist durchaus komplex, die daraus resultierenden Fahrzeuge jedoch faszinierend. Dabei ist der MINI John Cooper Works S2000 nur ein Vorgeschmack, auf das, was am 11. April kommen wird: Der MINI John Cooper Works WRC und eins ist klar: Der am Lac Leman gezeigte S2000 macht Lust auf mehr und das kann der werte Leser zum Glück jetzt auch bekommen, denn mit dem Beginn des Auto-Salons wurden auch die offiziellen Einsatztermine des WRC Waffe veröffentlicht:
Rallye Italien: 5.-8. Mai 2011
Rallye Finnland: 28.-31. Juli 2011
Rallye Deutschland: 18.-21. August 2011
Rallye Frankreich: 29. September-2. Oktober 2011
Rallye Spanien: 20.-23. Oktober 2011
Rallye Großbritannien: 10.-13. November 2011

Und dann kommt da ja auch noch Teil 2. Dort wird dann der der MINI Rocketman Concept etwas genauer unter die Lupe genommen.

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