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Kopfhoerer

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Mosley will bleiben, Hockenheim nicht

Der Streit zwischen dem Automobilweltverband FIA und der Teamvereinigung FOTA wird immer absurder – Dank dem König von Absurdistan und Noch-FIA-Präsidenten Max „Ihr-kennt-mich-aus-dem-Film ‚Eva Brauns geile Cousinen'“ Mosley.

Unterstützung bekommt die FOTA jetzt von einer unerwarteten Seite: aus der Baden-Württemberg! Und die schicken keine Kiste Hockenheimer Gewürztraminer…Noch am Montag schien der FIA-Oberkasper einzusehen, dass sein Verhalten im Streit um die Budgetobergrenze nicht unbedingt förderlich für einen Kompromiss sei. Laut der „Times“ habe Mosley erwägt, im Oktober nicht mehr zur Wahl als FIA-Präsident anzutreten. Damit wäre ein Dorn im Auge der FOTA entfernt und ein Kompromiss wahrscheinlicher. Mosley hatte durch seine arrogante Haltung gegenüber den FOTA-Teams selbst dafür gesorgt, dass die Fronten sich derart verhärteten. Ein Briatore, Brawn oder Montezemolo lässt sich eben nicht gerne als „Rebell“ oder „beknackt“ bezeichnen. Dass Stänker-Max dabei nicht müde wird zu betonen, dass die FOTA-Serie eh nicht kommen wird, schürt weiter die Wut und die „Jetzt-erst-recht“-Haltung innerhalb der FOTA. Man mag es Trotzverhalten nennen, aber, wie ich finde, ein durchaus nachvollziehbares Trotzverhalten

Darüber hinaus interessiert den FIA-Präsidenten in bester Adenauer-Manier sein Geschwätz von gestern offenbar herzlich wenig. Denn heute tickert über die Agenturen, dass Mosley sich sehr wohl im Oktober wieder zur Wahl stellen möchte. Ein Affront gegen die FOTA, die sich mit Sicherheit auch langsam fragen muss: Ist mit so einer wankelmütigen Organisation wie der FIA überhaupt noch eine Vertrauensbasis zu finden? Diese wäre dringend nötig, denn die Luft für die Formel 1 wird immer dünner.

Denn auch den Rennstrecken-Betreibern reicht der Zirkus den man euphemistisch gemeinhin als Formel 1 bezeichnet. Melbornue hat beispielsweise beim Grand Prix letztes Jahr alleine 21 Millionen Euro Verlust gemacht, rund 3 Millionen mehr als im Jahr 2007. Grund: die völlig überzogenen Lizenzforderungen der FOA, dem Rechteverwerter der Formel 1 und Teil von Ecclestones SLEC-Holding.
Es war nur eine Frage der Zeit bis die erste Rennstrecke die Segel streicht und der Formel 1 eine Absage erteilt – dass das nun ausgerechnet eine der beiden deutschen Traditionsrennstrecken sein würde, war nicht unbedingt absehbar. 5,3 Millionen Euro hat die Rennstrecke letztes Jahr beim Grand Prix von Deutschland Verlust gemacht – 2010 sollen es runde 6 werden. Kein Wunder, dass der Gemeinderat der Stadt Hockenheim, zu 94 Prozent Miteigentümer der Strecke, die Notbremse zieht.
Sollte Hockenheim tatsächlich aus der F1 aussteigen, hätte andererseits die FOTA wieder eine weitere interessante Strecke für deren Serie. Denn die Lizenzgebühren der neuen Serie könnten, müssten sogar, weit unterhalb der der Formel 1 liegen…

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