Le Mans 2008 – RINGElpietz mit Anfassen!

Audi hat’s. Mal wieder. Zum dritten Mal in Folge holt eine Ingolstädter Landmaschine den Gesamtsieg beim Woodstock des Motorsports – den 24 Heures du Mans.

Audi hat in diesem Jahrtausend jede Ausgabe der 24 Stunden gewonnen – der Bentley Speed 8 war ja eigentlich nur ein grüner Audi mit Dach – davon die letzten drei Ausgaben schwerölbefeuert. Tom Kristensen hatte die Ehre, den Audi Sport North America R10 TDI mit der Startnummer 2 nach 381 Runden und 5.197 Kilometern (ein Schnitt von 216,6 Km/h) über die Ziellinie zu fahren. Die Ingolstädter können durchaus mal schnell in die nächste Kirche wackeln und eine Kerze anzünden, denn hätte es nicht heute morgen kurzzeitig geregnet, dann hätte der R10 gegen die Peugeot 908 kein Land gesehen – so landeten die unglaublich starken Löwen auf den Plätzen 2, 3 und 5. Trotzdem eine starke Leistung für ein neu-aufgebautes Team.

Frank Biela konnte leider nicht seinen historischen zweiten Hattrick verwirklichen, der NRW’ler landete mit seinen Kollegen Pirro und Werner im R10 auf P6 (367 Runden, 5.006 Km, 208, 6 Km/h).  Holland holt -meiner Meinung nach- nicht nur den Fußball-EM-Titel, sondern auch den Sieg in der LMP2: Das Team Van Merksteijn mit Van Merksteijn/Verstappen/ und Bleekemolen holt auf einem Porsche RS Spyder P10 in der Gesamtwertung (354 Runden, 4.829 Km, 201, 2 Km/h).

Rule Britannia in der GT1! Aston Martin 009 mit Brabham/Garcia/Turner haben den Amis gezeigt, wie schnell britischer Lokomotivbau sein kann und holt in ihrer Klasse den Sieg (344 Runden, 4.692 Km, 195, 5 Km/h).

Die GT2-Trophäe geht, wie erwartet, an einen Ferrari F430 vom Team Risi Competizione mit Salo/Melo/Bruni am Steuer (326 Runden, 4.447 Km, 185, 3 Km/h).

Was noch zu erwähnen wäre – Es sind Rekorde gefallen: Tom Kristensen hat sich zum achten mal die Trophäe an der Sarthe geholt und ist immer noch der ungeschlagene König von Le Mans. Nicht gebrochen wurde wieder mal der Distanzrekord. 1971 brannte das Team Dr. Helmut Marko (A) und Gijs van Lennep (NL) mit ihrem Porsche 917K einen Durchschnitt von 222,304 Km/h in den Asphalt und schraddelten so geschmeidige 5.334, 313 Kilometer runter. Dieser Rekord geht jetzt in sein 38. Jahr.

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Comments :

  1. dombo says:

    tja Hoerer, du warst knapp schneller als ich, sehr schön.

    Die ständige Umschalterei zwischen Eurosport und Eurosport 2 war zwar auf die Dauer ein wenig nervig und ein Zeitenmonitor wäre schön gewesen, aber hey, es kam richtig viel von der Athmosphäre rüber. Hochachtung an das Moderatorenteam von Eurosport in Le Mans

  2. Fast Fingers says:

    :D Hatte den halben Text aber schon um .50 fertig ;) Es hat saumäßig Spass gemacht, denen zuzuhören…vor allem, wenn hinten mal wieder Regie mitquäkte, Türen schlugen, oder sich die Mods weggelacht haben. Das ist Atmo, das ist Herzblu! Um längen besser als eine klinische RTL-F1-Übertragung :cool: